Produkte/Mikrobiologie/Identifizierung/ENC8

ENC8

Identifikation System für Enterokokken

ENC8

ZWECKBESTIMMUNG
Das Diagnostikset ENC 8 ist ein standardisiertes Identifikationssystem für gewöhnliche Artidentifikation klinisch bedeutenden Vertreter der Enterococcus Gattung mittels der 8 Miniatur-Biochemietests. Am Ende der Packungsbeilage gibt es sich ein komplettes Verzeichnis aller Mikroorganismen, für welche dieses Set bestimmt ist.


TESTPRINZIP
Der Diagnostikset ENC 8 besteht aus 8 Kanälchen der Monostrip-Mikrotitrationsplatte im klassischen 96 Kanälchen-Format beinhaltend die dehydrierenden Substrate. Die Rekonstitution der Substrate verläuft durch Inokulation der bakteriellen Suspension. Während der Inkubation kommt es zur Farbveränderung in einzelnen Kanälchen aufgrund der metabolischen Aktivität von Mikroorganismen. Die Testauswertung verläuft visuell mittels Farbenskala. Ergebnisse sind von der Auswertungstabelle mit dem Überblick von Profilen abzulesen.


PACKUNGSINHALT: 60 Tests

  • 5 Mikrotitrationsplatten YST 8
  • 10 Auswertungsformulare
  • 5 inkubačných sáčkov
  • 1 Inkubationssäckchen


NOTWENDIGE, NICHT MITGELIEFERTE ARBEITSHILSMITTEL
Reagenzmittel:

  • Paraffinöl (Ref. 3001)
  • PYR (2003) a PYR Reagens (3003) für den Beweis der Pyrrolidonyl-Arylamidase
  • PHS Reagens (Ref. 3008)

Materialien:

  • Pipetten, Tampons, Inkubationslupen, Brenner, Reagenzgläser und zusätzliche Grundausstattung eines mikrobiologischen Labors.


VORSICHTSMAßNAHMEN

  • Nur zur in vitro Diagnostik verwenden.
  • Nur für sachgemäße Anwendung bestimmt.
  • Halten Sie sich genau an der strikten Arbeitsanleitung!
  • Alle Proben und inokulierte Produkte müssen als potentiell infektiös und unter Beachtung entsprechender Vorsichtmaßnahmen nach gültigen Vorschriften behandelt werden.
  • Verwendbar nur bis zum angegebenen Haltbarkeitsdatum
  • Prüfen Sie, ob die Verpackung vor der Anwendung schadlos ist. Verwenden Sie keine beschädigten Produkte!
  • Bei der Ergebnisinterpretierung ist es notwendig die Anamnese des Patienten, Probenquelle, Kolonien-Morphologie, sowie klinische Stammes-Morphologie zu berücksichtigen. Falls es notwendig ist, sind auch die Ergebnisse aller anderen ausgeführten Tests, vor allem Ergebnisse des Antibiogrammes von der Bedeutung.


LAGERUNGSBEDINGUNGEN
Diagnostik-Sets sind in mehrschichtigen Säckchen bestehend aus Aluminium-, Polyamid- und PE-Basis geliefert. Als Bestandteil jedes Säckchen ist ein Silikagel-Trockenmittel. Diagnostik-Sets sind bei der Temperatur von +2 bis +25°C zu bewahren. Das Haltbarkeitsdatum steht auf dem Etikett jeder Verpackung.
Nach der Eröffnung, legen Sie den unverbrauchten Rest von der Mikrotitrationsplatte in das Aluminiumsäckchen inkl. des originellen Silikagel-Trockenmittels, schließen Sie das Säckchen und bewahren Sie es bei der Labortemperatur. Auf diese Weise ist das Produkt für 2 Wochen lagerungsfähig, wobei das Haltbarkeitsdatum nicht überschritten werden darf.


PROBEN
Isolieren Sie die zu identifizierenden Mikroorganismen aus dem geeigneten unselektiven Kultivierungsmedium (z.B. Blutagar) nach der
standardisierten Mikrobiologietechnik. Bestätigen Sie die das Vorhanden der Enteroklokken Gattung entweder aglutitiv oder mittels selektiver Nährboden, oder PYR. Konfirmierte Isolate sind mittels ENC 8 zu identifizieren. Beurteilen Sie die hemolytische Aktivität Motilität und Bildung des gelben Pigmentes.


TESTDURCHFÜHRUNG
Zubereitung des Inokulums

  • Verwenden Sie eine beliebige sterile unparfümierte temperierte physiologische Lösung.
  • Nehmen Sie mit einer bakteriologischen Inokulationslupe, oder mit einem Tampon aus einer reinen 18-48 Std. alten Kultur einige gut isolierten Kolonien auf.
  • Die Trübung einer gut homogenisierten Suspension muss dem 3-5 McF entsprechen.
  • Diese Suspension muss sofort nach der Zubereitung verbraucht werden.


Inokulation

  • Verzeichnen Sie die Nummern der untersuchten Kulturen auf die Monostripen.
  • Inokulieren Sie 0,1 ml einer richtig homogenisierten Suspension in jedes Kanälchen eines Monostripes.
  • Bedecken Sie den Test ARG (Kanächen H) mit 3 Tropfen von Paraffinöl


Inkubation

  • Legen Sie den Rahmen mit inokulierten Strips in das beigelegte PE-Säckchen ein und falten Sie es am Ende unter dem Brett, damit Sie das Austrocknen der bakteriellen Suspension verhindern.
  • Inkubieren Sie es anaerob für 18 - 24 Std. bei der Temperatur von 35 ± 2 °C.


AUSWERTUNG UND INTERPRETATION

Lesen Sie nach der Inkubation den Strip mittels der Ablesungstabelle, der Farbenskala oder der Ergebnisse von Kontrollstämmen ab.
Test GLR / PHS - ist bifunktional, nach dem Ablesen von GLR kann man ein weiteres Ergebnis aus demselben Kanälchen bekommen.
Kanälchen A: GLR / PHS - fügen Sie einen Tropfen von PHS Reagens ein und werten Sie es aus.


IDENTIFIKATION
Die Auswertung erfolgt mittels:

  • Identifikationstabelle
  • Oktalsystem

Identifikationstabelle
Vergleichen Sie die Testergebnisse und werten Sie es nach den Testergebnissen, die auf der Seite 2 der Packungsbeilage angeführt sind.

Oktalsystem Identifikation
Reihen Sie die Tests hintereinander in Dreiergruppen an und weisen Sie den positiven Dreiergruppen folgende Werte zu: Erster Test= 1, zweiter Test= 2, dritter Test= 4. Durch das Aufsummieren der Werte für jede Dreiergruppe entsteht ein dreistelliges Oktalsystem, das in der Identifikationstabelle zu finden ist und somit das Ergebnis zu identifizieren ist.


QUALITÄTSKONTROLLE
Die Qualität der hergestellten Diagnostik-Sets wird systematisch kontrolliert. Die Chemikalien sind ausschließlich von ISO-zertifizierten Firmen bezogen und die Chemikalienqualität ist durch das beigelegte analytische Zertifikat bestätigt. Die Funktion des Diagnostik-Sets wird zusätzlich anhand von kontrollierten Sammlungsstämmen kontrolliert. Ebenso wird die mikrobielle Kontaminierung getestet. Sets unterliegen Belastungstests bei einer erhöhten Temperatur und aus jeder Charge sind Referenzproben für einen späteren richtigen Befund im Fall einer Mängelrüge gelagert.

METHODENEINSCHRENKUNGEN UND URSACHEN FÜR MISSERFOLG DER IDENTIKATION

  • Nicht Einhalten eines der Schritte in der Arbeitsanleitung
  • Kontaminierung der Kanälchen mittels des Inokulums aus einem anderen Strip.
  • Es handelt sich um einen atypischen Stamm.


CHARAKTERISTIK DER DIAGNOSTIK

  • Gattung der Enterokokken

Beim Testen wurden insgesamt 150 Stämme aus der Sammlung oder der klinischen Herkunft, die zu den Arten in der Database gehören, geprüft:

Internes Testen:

  • 98% der Stämme wurden richtig indetifiziert (mit/ohne Zusatztests)
  • 2% der Stämme wurden nicht indetifiziert
  • 0% der Stämme wurde falsch identifiziert


Unabhängiges Testen:

  • 97% der Stämme wurden richtig indetifiziert (mit/ohne Zusatztests)
  • 3% der Stämme wurden nicht indetifiziert
  • 0% der Stämme wurde falsch identifiziert

ABFALENTSORGUNG
Behandeln Sie das Material als potentiell infektiöses Agens. Der Abfall ist nach internen Operationsprozessen und Landesvorschriften zu entsorgen.

DIE FUNKTIONSFÄHIGKEIT DIESES SETS IST MITTELS FOLGENDER KONTROL-STÄMME ÜBERPRÜFBAR:

Kontrollstamm
CCM
ATCC
ARG
SOE
MAN
ARA
SORRAFMLZ
GLRPHS
Enterococcus faecalis422429212 + - + - + - + - +
Enterococcus raffinosus421649427 - + + + + + + - v
Enterococcus cecorum365943198 - - v - v + v + +

ATCC: American Type Culture Collection, 10801 University Boulevard, Manassas, VA 20110-2209, USA
CCM: Tschechische Mikroorganismensammlung, Masaryk Universität Brno, Kamenice 5, 625 00 Brno, Tschechische Republik, Tel. +420549491430, E-mail: ccm@sci.muni.cz
Profile sind nach 24-stundiger Kultivierung auf Blutagar gewonnen. Kontrollstämme sind nur zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit von einzelnen Tests nicht zur Identifikationskontrolle bestimmt.

ABLESUNGSTABELLE (AUSWERTUNGSTABELLE)

 KANNÄLCHEN
 TESTABKÜRZUNG
 TEST NAME
 ERGEBNISSE
POSITIV
NEGATÍV
 H ARGArginin
Rotlila / Rot
Gelb, Gelborange
 G SOESorbose
Gelb / Hellorange
Rot / Orangenrot
 F MANMannit
Gelb / Hellorange
Rot / Orangenrot
 E ARAArabinose
Gelb / Hellorange
Rot / Orangenrot
 D SORSorbit
Gelb / Hellorange
Rot / Orangenrot
 C RAFRaffinose
Gelb / Hellorange
Rot / Orangenrot
 B MLZMelezitose
Gelb / Hellorange
Rot / Orangenrot
 A GLRβ-Glucoronidase
Gelb
ohne Farbveränderung
 0 PHSAlkalische Phosphatase
Rosa / Hellrosa
ohne Farbveränderung


Identifikationstabelle und Profilen Verzeichnis:

Name
ARG
SOE
MAN
ARA
SOR
RAF
MLZ
GLR
PHS
YEP*
MOT**
Profil
Enterococcus faecalis
 + - + - + - (+) - (+) - - 520,521,524,525
Enterococcus faecium
 + - + + (-) - - - - - - 510,530
Enterococcus mundtii
 + - + + + v - - - + - 530, 570
Enterococcus casseliflavus
 + - + + - + - - - + + 550 (YEP +)
Enterococcus gallinarum
 + - + + - + - - - - + 550 (YEP -)
Enterococcus durans / Enterococcus hirae
 + - - - - - - - - - - 100
Enterococcus dispar / Enterococcus hirae
 + - - - - + - - - - - 104
Enterococcus malodoratus
 - + + - + + - - - - - 660
Enterococcus pseudoavium
 - + + - + - - - - - - 620
Enterococcus sacharolyticus
 - (-) + - + + + - - - - 461,661
Enterococcus raffinosus
 - + ++
 + + + - - - - 671
Enterococcus avium
 - + + + + - + - - - - 631
Enterococcus cecorum
 - - (-) - v + v + + - - xx6, xx7
Enterococcus columbae
 - - - + (+) + (-) - + - - 4x4,4x5

Erklärung: + = 90 - 99 %; (+) = 66 - 89 %; v = 34 - 65 %; (-) = 11 - 33 %; - = 1 - 10 %
*YEP - Bildung des gelben Pigmentes, **MOT - Motilität


Literatur:

  1. FACKLAM, R. R., SAHM, D. F. Enterococcus. Manual of Clinical Microbiology, 6.vydání. American Society for Microbiology Press, Washington D.C., 1995. s. 308 - 314.
  2. MANERO, A., BLANCH, A. R. Identification od Enterococcus spp. with a Biochemical,Key. Applied and Environmental Microbiology. 1999. s. 4425 - 4430.
  3. 20. Devriese L A, Collins M D, Wirth R. The genus Enterococcus. In: Ballows A, Trüper H G, Dworkin M, Harder W, Schleifer K H, editors; Ballows A, Trüper H G, Dworkin M, Harder W, Schleifer K H, editors. The prokaryotes. New York, N.Y: Springer-Verlag; 1991. pp. 1465-1477.
  4. Devriese L A, Pot B, Collins M D. Phenotypic identification of the genus Enterococcus and differentiation of phylogenetically distinct enterococcal species and species groups. J. Appl. Bacteriol. 1993;75: 399-408.
  5. Facklam R R. Recognition of group D streptococcal species of human origin by biochemical and physiological tests. Appl Microbiol. 1972;23: 1131-1139.
  6. Facklam R R, Collins M D. Identification of Enterococcus species isolated from human infections by a conventional test scheme. J Clin Microbiol. 1989;27: 731-734
  7. Fertally S S, Facklam R. Comparison of physiologic tests used to identify non-beta-hemolytic aerococci, enterococci, and streptococci.J Clin Microbiol. 1987;25: 1845-1850
  8. MacFaddin J F. Biochemical tests for identification of medical bacteria. Baltimore, Md: Williams and Wilkins Co.; 1980
  9. Schleifer K H, Kilpper-Bälz R. Transfer of Streptococcus faecalis and Streptococcus faecium to the genus Enterococcus nom. rev. as Enterococcus faecalis comb. nov. and Enterococcus faecium comb. nov. Int J Syst Bacteriol. 1984;34:31-34.
  10. Mabel S. Y.,Facklam, R., R.,: New Test System for Identification of Aerococcus, Enterococcus, and Streptococcus Species. J. Clin. Microbiol., Oct. 1986, P. 607-611
  11. Motlová, J.: Kam spěje taxonomie rodů Streptococcus a Enterococcus? I.část. Zprávy CEM (SZÚ, Praha) 2003; (7):298-305.
  12. Motlová, J.: Kam spěje taxonomie rodů Streptococcus a Enterococcus? II.část. Zprávy CEM (SZÚ, Praha) 2003; 12(8):339-342. 

 

 



 
  © 2006-2017 by Guenter Keul GmbH - www.keul.de  
Duales System interseroh  
EN ISO 13485:2012
zertifiziertes System