Produkte/Klinische Chemie/Reagenzien/Liqui Urea
LIQUI UREAENZYMATISCHE UV-METHODE UREASE - GLDH Verpackung´ REF.-NR. 2805 5 x 50 ml REF.-NR. 2806 5 x 100 ml Reaktionsprinzip Bei dieser Methode handelt es sich um die Bestimmung von Harnstoff gemäß der nachfolgend dargestellten Reaktionen: Urease Urea + H2O + H2 ------------------> CO2 + 2 NH4+ GLDH 2 NH4+ + 2 - α-Ketoglutarat + 2 NADH -------------> 2-L-Glutamat + NAD + H2O Die Verbrauchsrate von NADH wird bei einer Wellenlänge von 340 nm photometrisch bestimmt. Sie ist direkt proportional zur Harnstoff-Konzentration in der Probe. Zusammensetzung und Inhalte der Reagenzien und Sicherheitshinweise Reagenz 1
(REF. 2805 5 x 40 ml/REF. 2806 5 x 80 ml) Good-Puffer pH 7.8 80 mmol/l ADP 0.16 mmol/l Urease ≥8000 U/l GLDH ≥1500 U/l Natriumazid <0.1%
Reagenz 2 (REF. 2805 1 ml/REF. 2806 1 x 100 ml) NADH 1.4 mmol/l α-Ketoglutarat 6.7 mmol/l Natriumazid <0.1%
Kalibrator (1 x5 ml) Urea (Harnstoff) 50 mg/dl
In Übereinstimmung mit den vorliegenden Gesetzen enthält das Kit keine als gefährlich klassifizierten Substanzen. Lagerung und Stabilität der Reagenzien Lagern Sie das Kit bei 2-8°C Sämtliche Komponenten sind bis zum Erreichen des angegebenen Verfallsdatums stabil. Voraussetzung ist eine gekühlte und lichtgeschützte Lagerung unter Luftausschluss. In seltenen Fällen kann eine bakterielle Verunreinigung auftreten. Diese wird angezeigt durch das Vorhandensein von Filamenten in den Reagenzien. Verwerfen Sie bei Auftreten einer bakteriellen Kontamination das betroffene Reagenz. Präparation und Stabilität der Arbeitslösungen Reagenzien flüssig und gebrauchsfertig Mischen Sie 4 Anteile von Reagenz 1 mit 1 Anteil von Reagenz 2 Stabilität der Arbeitslösung: 10 Tage bei 2-8°C (lichtgeschützt) Erwärmen Sie die Reagenzien vor dem Gebrauch auf Raumtemperatur. Probe Frisch-Serum ohne Hämolyse, heparinisiertes Plasma. Urin (verdünnt mit normaler Saline-Lösung im Verhältnis 1:20) Sicherheitsmassnahmen Ausschließlich zum Gebrauch in der In vitro-Diagnostik. Es ist untersagt, mit dem Mund zu pipettieren. Befolgen Sie die normalen Vorsichtsmassnahmen, die beim Umgang mit im Labor verwendeten Reagenzien erforderlich sind. Testablauf - Wellenlänge: 340 nm
- Küvette Lichtweg: 1 cm
- Temperatur 30/37°C
- Führen Sie einen Nullabgleich des Geräts gegen destilliertes Wasser durch.
Pipettieren Sie in Küvetten | Probe | Kalibrator | Probe | 10 ml | - | Kalibrator | - | 10 ml | Arbeitslösung | 1 ml | 1 ml |
Mischen Sie die Ansätze. Warten Sie nach dem Mischen der Ansätze 30 Sekunden und bestimmen Sie dann die Absorption von Kalibrator (A1Kal) und Probe (A1Probe). Bestimmen Sie nach 1 Minute die zweiten Absorptions-Werte (A2Kal) und (A2Probe). Berechnen Sie die Differenzen der Absorptionen ΔA = A1 - A2
Berechnung Serum/Plasma ΔA Probe UREA (mg/dl) = ------------------------ x Kalibrator-Wert ΔA Kalibrator Urin ΔA Probe UREA (mg/dl) = ----------------------- x Kalibrator-Wert x 20 ΔA Kalibrator Urin/24 h Urea in Urin (mg/dl) UREA (g/24 h) = ----------------------------------- x Urin-Volumen 24 h (lt) 100 Referenzwerte (wie Harnstoff)
Serum, Plasma: 17-50 mg/dl Urin: 20-35 g/24 h
Diese Werte dienen ausschließlich als Richtlinien. Jedes Labor sollte einen eigenen normalen Referenzbereich etablieren. Performanzeigenschaften A. LINEARITÄTS-GRENZE Die Reaktion verläuft bis 300 mg/dl linear. Verdünnen Sie für höhere Werte die Probe mit normaler Saline in einem Verhältnis von 1:2. Wiederholen Sie den Test und multiplizieren Sie den Wert mit 2. B. DETEKTIONS-GRENZE Für Werte von weniger als 2.2 mg/dl werden nicht reproduzierbare Ergebnisse erhalten. C. INTRA-ASSAY-PRÄZISION (N = 20 Wiederholungen) Mittelwert (mg/dl) SD CV% Kontrolle 1 42.05 1.658 3.94 Kontrolle 2 141.05 2.655 1.88 D. INTER-ASSAY-PRÄZISION (20 Wiederholungen an 3 Tagen) Mittelwert (mg/dl) SD CV% Kontrolle 1 41.72 1.82 4.35 Kontrolle 2 140.90 2.35 1.67 E. GENAUIGKEIT Ein Vergleich der hier beschriebenen Methode (y) mit einer anderen kommerziellen Methode (x)
ergab die nachfolgend dargestellten Ergebnisse: N = 20 r = 0.993041 y = 1.03x + 1.35 F. INTERFERENZEN Hämoglobin bis zu einer Konzentration von 100 mg/dl führt zu keiner Beeinträchtigung. Bilirubin bis zu einer Konzentration von 20 mg/dl führt zu keiner Beeinträchtigung. Triglyceride bis zu einer Konzentration von 1000 mg/dl führen zu keiner Beeinträchtigung.
Qualitätskontrolle Es wird empfohlen, die Performanz der manuellen und automatisierten Durchführung des Assays unter Verwendung von Kontroll-Seren zu kontrollieren. Von BGT sind folgende Kontroll-Seren erhältlich: Chemie-Kontrolle N REF.-NR. 4010 Chemie-Kontrolle P REF.-NR. 5010 Hinweise Umrechnung:
BUN = UREA x 0.47 (1 mg BUN = 0.47 mg UREA) UREA = BUN x 2.13 (1 mg UREA = 2.13 mg BUN)
Verwenden Sie für die automatisierte Methode anstelle des Kit-eigenen Kalibrators: Multikalibrator REF.-NR 6002
Literatur - Talke H., Schubert G. E.: Klin Wchers 43, 174 (1965)
|