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Keul-o-test

D-Dimer

Testkassette für Vollblut und Plasma

Bestellnummer: KGST172

DIMDI-Reg.-Nr.: DE/CA22/1116-184-IVD


Bei D-Dimeren handelt es sich um Abbauprodukte von Fibrin, sogenannte Fibrin Degradation Products (FDPs). D-Dimere entstehen spezifisch bei der von Plasmin katalysierten, enzymatischen Spaltung eines durch den Faktor XIII stabilisierten Fibrin-Netzwerks. Die Stabilisierung des Fibrin-Netzwerks durch den Faktor XIII erfolgt durch die Quervernetzung einer E-Untereinheit mit zwei D-Untereinheiten; dieser Prozess ist der finale Schritt bei der Entstehung eines Thrombus. Erhöhte D-Dimer-Konzentrationen weisen auf aktive Fibrinolyse hin und können in Patienten mit disseminierter intravasaler Gerinnung (DIC), tiefer Beinvenenthrombose (DVT) sowie pulmonaler Embolie nachgewiesen werden.

Bei dem D-Dimer-Schnelltest handelt es sich um einen chromatographischen Immunoassay zur qualitativen Detektion von D-Dimer in humanem Vollblut und Plasma. Die Testsensitivität liegt bei ungefähr 80 ng/ml (DIMERTEST Gold EIA) oder 300 ng/ml (Dade Behring Stratus CS - DDMR)

Erhöhte D-Dimer-Konzentrationen weisen auf gesteigerte koagulatorische und fibrinolytische Aktivität hin.

BEIGEFÜGTE MATERIALIEN
Das D-Dimer-Test-Kit enthält die nachfolgend angegebenen Komponenten zur Durchführung des Assays;

  1.  D-Dimer-Testkassette
  2.  Gebrauchsanleitung.
  3.  Einweg-Tropfpipette für die Probenapplikation.
  4.  Entwicklungspuffer.

VORSICHTSMASSNAHMEN
Die D-DimerTestvorrichtungen sollten bei Raumtemperatur gelagert werden (4-30C/40-86F). Die Testvorrichtung ist empfindlich gegenüber Feuchtigkeit sowie Hitze. Führen Sie den Test unmittelbar nach Entnahme der Testscheibe aus der Folientasche durch. Verwenden Sie den Test nicht nach Ablauf des Verfallsdatums.

 

PROBENAHME UND -LAGERUNG

  1. Der Test kann sowohl unter Verwendung von menschlichem Blut als auch ausschließlich unter Verwendung von menschlichem Plasma durchgeführt werden.
  2. Die Probenahme von Vollblut-Proben muss unter Verwendung von Antikoagulantien auf Basis von Heparin, EDTA oder Natriumcitrat erfolgen.
  3. Aus der Fingerspitze abgenommenes Blut muss unmittelbar nach der Probenahme verwendet werden.
  4. Proben, die Anzeichen von Gerinnung aufweisen, sind zur Testdurchführung nicht geeignet.
  5. Werden Proben nicht unmittelbar getestet, sollten sie bei 2-8C gekühlt gelagert werden. Vollblut-Proben sollten innerhalb von 24 Stunden getestet werden und Plasma-Proben sollten innerhalb von 4 Tagen verwendet werden. Für eine Lagerzeit von mehr als 2 Monaten wird empfohlen, die Proben bei -20C einzufrieren.
  6. Die Verwendung von Proben, die Präzipitate enthalten, kann zu widersprüchlichen Testergebnissen führen. Entsprechende Proben müssen vor Durchführung des Tests zuvor aufgereinigt werden.

 

WARNHINWEISE

  1. Nur zum Gebrauch in der in vitro-Diagnostik geeignet.
  2. Essen oder rauchen Sie nicht bei Umgang mit Proben.
  3. Tragen Sie bei Umgang mit Proben Schutzhandschuhe und waschen Sie sich anschließend sorgfältig die Hände.
  4. Vermeiden Sie ein Verspritzen von Proben oder eine Aerosolbildung.
  5. Beseitigen Sie durch Proben entstandene Verunreinigungen unter Verwendung eines geeigneten Desinfektionsmittels.
  6. Dekontaminieren Sie alle Proben, Reaktions-Kits und potentiell kontaminierten Materialien und entsorgen Sie diese entsprechend infektiösem Abfall in einem Behälter für biologische Risikostoffe.
  7. Verwenden Sie das Test-Kit nicht, falls die Folientasche beschädigt oder das Siegel gebrochen ist.

 

DURCHFÜHRUNG DES TESTS

  1. Entnehmen Sie die Testkassette der Folientasche und platzieren Sie sie auf einer ebenen, trockenen Arbeitsfläche.
  2. Verwenden Sie die Tropfpipette zum Aufnehmen der Blutprobe.
    Drücken Sie den hinteren Teil der Pipette vollständig zusammen um die Blutprobe aufzunehmen (dies erzeugt ein Probenvolumen von etwa 40µl Vollblut) wie in Abbildung 1 gezeigt. Benutzen Sie eine Pipette (nicht enthalten), wenn sie Plasma verwenden um 20µl Plasma als Probe aufzunehmen.
  3. Bedecken Sie die winzigen Löcher (Abbildung 2A und 2B) der Tropfpipette wie in Abbildung 2 gezeigt und applizieren Sie die Probe langsam in die Probenöffnung (Abbildung 2B).
  4. Fügen Sie anschließend 2 Tropfen Puffer hinzu (Abbildung 3). Nach Testbeginn sehen Sie, wie sich eine violette Bande in dem Ergebnisfenster in der Mitte der Testscheibe bewegt.
    Aufgrund der unterschiedlichen Viskosität der Proben kann es erforderlich sein - sofern nach 30 Sekunden keine Fließbewegung im Ergebnisfenster zu erkennen ist - einen weiteren Tropfen Puffer hinzuzufügen. Dieses hat keinen Einfluß auf die Sensitivität oder Spezifität des Tests.
  5. Werten Sie die Testergebnisse nach 10 bis 15 Minuten aus. Nehmen Sie nach mehr als 20 Minuten keine Auswertung mehr vor.

Vorsicht: Die oben angegebene Inkubationszeit basiert auf einem Ablesen der Testergebnisse bei Raumtemperatur (15-30° C). Liegt die Raumtemperatur deutlich unterhalb von 15° C, sollte die Inkubationszeit entsprechend verlängert werden.

    

Durchfuehrung und Auswertung des Keul-o-tests D-Dimer

AUSWERTUNG DES TESTS

  1. Eine farbige Bande erscheint im linken Bereich des Ergebnisfensters. Diese Bande zeigt an, dass der Test ordnungsgemäß funktioniert. Dabei handelt es sich um die Kontroll-Bande.
  2. Der rechte Bereich des Ergebnisfensters zeigt das Testergebnis an. Erscheint eine zweite farbige Bande im rechten Bereich des Ergebnisfensters, handelt es sich dabei um die Test-Bande.

 

POSITIVES ERGEBNIS: ZWEI FARBIGE BANDEN
Das Vorhandensein von zwei Banden innerhalb des Ergebnisfensters zeigt, unabhängig von der Reihenfolge des Erscheinens, ein positives Ergebnis an (Abbildung 4). Liegt die D-Dimer-Konzentration nahe an der Nachweisgrenze, wird die T-Linie nur sehr schwach ausgeprägt sein. Dies ist trotzdem ein positives Ergebnis!

NEGATIVES ERGEBNIS: EINE FARBIGE BANDE
Das Vorhandensein von nur einer Bande innerhalb des Ergebnisfensters zeigt ein negatives Ergebnis an (Abbildung 5).
Wichtiger Hinweis: Extrem hohe Konzentrationen von D-Dimer können ein falsch negatives Ergebnis vortäuschen (Prozonen Effekt).

UNZULÄSSIGES ERGEBNIS:
Erscheint nach Durchführung des Tests keine Bande innerhalb des Ergebnisfensters, dann wird das Ergebnis als unzulässig betrachtet (Abbildung 6). Die Gebrauchsanleitung wurde möglicherweise nicht korrekt befolgt oder das Verfallsdatum des Tests ist abgelaufen. Es wird empfohlen, die Probe erneut zu testen.                                     

BESCHRÄNKUNGEN DES TESTS
Sehr hohe D-Dimer-Konzentrationen (mehr als 60 µg/ml) können zu einer verringerten Intensität der Test-Bande führen (Prozone-Effekt) und ein falsch-negatives Ergebnis vortäuschen. Humane anti-Maus-Antikörper können zu fälschlicherweise erhöhten Ergebnissen führen. Wie bei allen anderen Produkten, die zu diagnostischen Zwecken eingesetzt werden, können mit geringer Häufigkeit falsche Ergebnisse auftreten. Bei Erhalt nicht eindeutiger Ergebnisse sind andere klinisch verfügbare Tests erforderlich. Wie bei jedem diagnostischen Test sollte eine endgültige klinische Diagnose nicht auf den Ergebnissen eines einzelnen Tests basieren, sondern sollte ausschließlich durch den Arzt nach Auswertung aller klinischen und Laborbefunde erstellt werden.

PERFORMANZ-CHARAKTERISTIKA
VERGLEICHS- UND SENSITIVITÄTSSTUDIE

Die Testsensitivität liegt bei ungefähr 80 ng/ml (DIMERTEST Gold EIA) oder 300 ng/ml (Dade Behring Stratus CS - DDMR)

Die relative Sensitivität des D-Dimer-Tests beträgt 97 % (174/178). Im Vergleich mit dem Dade Behring Stratus CS - DDMR Immunoassay-System beträgt die Spezifität 92 % (114/122).

SPEZIFITÄTS- UND INTERFERENZSTUDIE

Zur Bestimmung der Spezifität und Interferenz des D-Dimer-Tests wird eine interne Studie unter Verwendung von spiked Plasma (Blutplasma, das mit einer definierten Menge Pharmaka versetzt wurde) oder Vollblut durchgeführt. Zu den getesteten Proben gehören: Plasma mit Triglycerid-Konzentrationen von bis zu 500 mg/ml, Bilirubin-Konzentrationen von bis zu 10 mg/100 ml, hämolysierte Proben mit Hämoglobin-Konzentrationen von bis zu 10 mg/ml, Saure Prostataphosphatase mit Konzentrationen bis zu 1000 mIU/ml sowie Albumin mit Konzentrationen mit bis zu 20 mg/ml. Alle genannten Komponenten wurden analysiert und zeigten in dem Test keine Interferenz oder Kreuzreaktivität.

LITERATUR

  1. Gaffney PJ, Brasher M. Subunit structure of the plasmin-induced degradation products of cross-linked fibrin. Biochem Biophys Acta. 1973;295: 308-313.
  2. Lowe GDO, Rumley A. Use of fibrinogen and fibrin D-dimer in prediction of arterial thrombotic events. Thromb Haemost. 1999;82: 667-672.
  3. Lip GYH, Lowe GDO. Fibrin D-dimer: a useful clinical marker of thrombogenesis? Clin Sci Mol Med. 1995;89:205-214.
  4.  Shaper AG, Pocock SJ, Walker M, et al. British Regional Heart Study: cardiovascular risk factors in middle-aged men in 24 towns. BMJ. 1981; 283:179 -186.

 

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(akt.10-03-11)



 
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